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Heimniederlage der Aktiven Fußballer am Wochenende

veröffentlicht um 23.10.2017, 23:09 von Redakteur TVS

In der Zeitung wurde es als „Goldener Herbst“ bezeichnet. Die Rede war von einer kleinen Mini-Serie der Straßdorfer. 4 Siege in Folge nach der Niederlage beim TSB Gmünd. Man merkte, dass nach und nach gewisse Grundzüge zu erkennen sind und die Fußballer um die Kapitäne Krieger und Klotzbücher Spaß am Fußball haben. Selbstredend kann man noch lange nicht von Konstanz oder Stabilität reden, aber die Mannen in Straßdorf arbeiten Woche für Woche akribisch im Training dafür.

Am 10. Spieltag kam dann ein echter Hammer für die Straßdorfer - das Team von Stefan Kübler und Christoph Betz aus Bargau. Manch einer mag sich fragen, was man hier mit „Hammer“ bezeichnet, da die Bargauer auswärts gerade einmal 2 Punkte holen konnten. Wer die Bargauer jedoch spielen sieht und die individuellen Möglichkeiten betrachtet kommt nicht in Erklärungsnot, warum der FC in der Vorwoche die Favoritenmannschaft aus Heuchlingen geschlagen hat. Demzufolge ein perfekter Gegner für genau diese Situation, sich zu messen.


Das Spiel begann für die Straßdorfer sehr gut. Direkt in den ersten 10 Minuten kamen die Straßdorfer drei mal gefährlich in den gegnerischen Strafraum, mit der besten Chance von Marius Krieger. Bargau kam jedoch immer besser ins Spiel und ging vor Allem immer wieder Seskir schnell an, dass er entweder den Ball nur klatschen lassen konnte oder nur sehr selten angespielt werden konnte um ins Spielfeld zu öffnen. Bargau reagierte auch auf das Angehen ohne Risiko und bediente die eigenen Flügel mit präzisen, langen Bällen. Dort kontrollierten Krieger und Schoch zwar meist die Angriffe, Bargau wurde jedoch zumal konstanter und nahm Straßdof nach und nach das Spiel ab. Hieber und Dreizler wurden immer wieder schnell angegangen und zu oft wurde der Ball danach lang auf einen Flügel gespielt.

Zwar ließ Bargau hier immer wieder sehr viel Raum zu, Straßdorf kam dann jedoch nicht in die zweiten Aktionen und aus der 1:1 Situation auf den Außen, konnte nie Erwähnenswertes erspielt werden. Die Aktionen, mit denen Straßdorf nicht zurecht kamen, gingen immer wieder vom starken Sturm der Bargauer aus. Immer wieder kam Nickel extrem weit entgegen und konnte nach Anspiel immer wieder zur Mitte öffnen. Dadurch musste Hieber oder Dreizler anstechen und die Kette verlassen. Das Pendant hierzu war Galli, der viele Wege machte und immer wieder gefährliche Aktionen hatte. Der TV war wohl mit den Gedanken schon in der Halbzeit als in der 40. Minute aus einer vermeintlich ungefährlichen Situation aus dem rechten Halbfeld Hogh eine schöne Flanke in die ballentfernte Zone 3 schlägt. Leider haben Schoch und Nagel hier wie beim Handball falsch abgezählt und Kübler steht komplett leer und lässt sich mit seiner Erfahrung nicht zwei Mal bitten.

Unabhängig vom Tor, der TV wusste, dass einiges verändert werden musste. Dass man im Zentrum nicht zu Entfaltung kam ist nicht schlimm. Das Problem war jedoch, dass man die Aktionen auf dem Flügel dann nicht effektiv fertig spielte. Mädger verlangte von seinem Team hier nachzugehen und vor Allem die Aktionen von Galli und Nickel zu kontrollieren. Auch die Seitenverlagerungen waren mit zu wenig Tempowechsel gespielt, sodass es leicht zu kontrollieren war.


Straßdorf kam sehr entschieden aus der Kabine und fand sich von Angriff besser ins Spiel. Es dauerte zwar auch eine Weile, bis hochkarätige Chancen erspielt wurden aber Ostertag und Kurtagic hatten nun Nickel und Galli sehr gut im Griff, Dreizler und Hieber gewannen viele zweite Bälle und die Straßdorfer kontrollierten das Spiel. Leider war jedoch immer ein Fuß vom starken Schmid dazwischen, der letzte Pass kam nicht an oder eine weitere der gefühlt 300 Ecken wurde von Bargau per Kopf geklärt. Wie es dann eine Weisheit im Fußball besagt, wer seine Chancen nicht nutzt...blablabla - in einem weiteren Versuch reagiert Del Papa schnell, bedient den Flügel, Schoch muss rausrücken, das Straßdorfer Zentrum war noch in der Rückwärtsbewegung und im Konter wird ein Querpass zur Mitte gespielt, trifft Ostertag unglücklich, der ins eigene Tor trifft. 0:2 mit der ersten Chance der 2. Hälfte. Straßdorf spielte und probierte weiter auf ein Tor, Robin Pflieger meinte jedoch nach dem Spiel, dass das Spiel auch noch ne halbe Stunde länger hätte laufen können. An diesem Tag sollte es einfach nicht sein.


Fazit: Ein Unentschieden wäre an diesem Tag dem Spiel gerecht geworden. Die erste Halbzeit gehörte der Landesliga-Reserve, die zweite Hälfte den Straßdorfern. Zwar hatte der TV in der Summe mehr Chancen, jedoch an diesem Tag einfach vor dem Tor Pech.

Der TV Straßdorf muss nun weiter diesen Weg gehen und daran arbeiten, dass man auf Faktoren wie Glück oder Tagesform nicht zurückgreifen muss. Bargau war taktisch sehr gut auf den TV eingestellt und hat das Zentrum lange dominiert. Die Außenbahnen hat Bargau zwar vernachlässigt, der TV kam jedoch am Flügel nicht richtig ins Rollen.

Der TV Straßdorf muss im Offensivspiel variabler werden um auf mehr Gegnerrollen reagieren zu können. Zusammenfassend muss man jedoch festhalten, dass sich am 10. Spieltag zwei starke Mannschaften gegenüber standen und die Germania an diesem Tag das Quäntchen Glück mehr hatte. Es gibt jedoch noch drei Punkte in der Rückrunde zu verteilen...


Spieler des Tages: Friedhelm Dreizler

Friedi hatte vielleicht nicht die entscheidenden Offensivaktionen, hat jedoch den starken Wengert und Schmid stets aggressiv angegangen und war mit entscheidend, dass Bargau vor Allem in der zweiten Hälfte im Spielaufbau nicht zur Entfaltung kam.


So wurde gespielt:

Klotzbücher - Schoch, Kurtagic, Ostertag, Krieger (87. Minute Warschke), Nagel (76. Minute Hauser), Hieber (82. Minute Wagner), R. Pflieger, Ukaj, Seskir, Dreizler


Torfolge:

0:1 Stefan Kübler (40. Minute)

0:2 Ostertag (82. Minute, Eigentor)

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